Willkommen im Gold Ochsen Zeitalter

425 Jahre Braukunst in Ulm

Wir feiern Ju-BIER-läum und verlosen wöchentlich je fünf Jubiläumskrüge und je fünf Partyfässer. Das Einzige, das dazu getan werden muss: Unsere Jubiläumsfrage zum jeweiligen Zeitalter richtig beantworten!

So geht’s: Jeden Montag erscheint auf dieser Seite ein neuer unterhaltsamer Blick in unsere Geschichte. Wir informieren auch rechtzeitig in den Sozialen Medien. Es geht um Gold Ochsen, das Volksgetränk Bier und Trinkkultur. Schritt für Schritt führen wir durch 425 Jahre Bier- und Zeitgeschichte. Wer noch kein Bierprofi ist, wird es werden, ganz bier-stimmt! Zu jeder Geschichtsetappe stellen wir eine Frage. Wer sie richtig beantwortet, nimmt an der Verlosung teil. Wir verlosen je Frage fünf Jubiläumskrüge und fünf Partyfässer. Viel Glück! Seid ihr bier-eit?

Das ganze Jahr Bier auf Lager

1907 füllt die Brauerei Gold Ochsen zum ersten Mal ein Lagerbier ab. Der Begriff „Lagerbier“ bezeichnet untergärige Bierspezialitäten. Sie waren lange etwas Besonderes, denn um sie brauen und lagern zu können, brauchte es niedrige Temperaturen. Also braute man sie im Winter und lagerte sie in möglichst tiefen Eiskellern mit Natureis ein und hoffte, dass das Eis lange hielt. Vielerorts wurde deshalb nur obergäriges Bier hergestellt und getrunken. Die Änderung der Trinkgewohnheiten brachte 1873 eine Erfindung von Carl von Linde: die Kältemaschine. Sie arbeitet – wie ein Kühlschrank heute – mit Ammoniak und Kompression. Nachdem diese Erfindung so weit entwickelt war, dass sie für die Brauereien wirtschaftlich wurde, schaffte Gold Ochsen umgehend eine an. Diese Kühlmaschine war bis 2002 in Betrieb.

Gewinnspielfrage zum Jubiläum:

Bier: ja, Schnaps: nein

Ende des 19. Jahrhunderts sagt die Regierung des Deutschen Reiches einem Getränk den Kampf an. Um Bier handelt es sich dabei nicht. Denn Bier und Wein gelten weiterhin als gesunde, stärkende Getränke. Es handelt sich um ein hochprozentiges Problem: Immer mehr Menschen trinken sehr viel billigen Schnaps aus Kartoffeln, als ob es Wasser wäre – mit schlimmen Folgen. 1887 erhöht das Deutsche Reich die Branntweinsteuer. Die Maßnahme zeigt umgehend Wirkung. Der Schnapskonsum geht sofort um 40 Prozent zurück.

Gut für die Brauereien
Die Brauereien, in Ulm und anderswo, profitieren von der Steuer auf Schnaps. In Ulm gibt es rund 20 Brauereien. Gold Ochsen hat sich zur größten Brauerei entwickelt, und Biertrinker gibt es viele: Die Bundesfestung wird gebaut, Ulm wird Garnisonsstadt.

Gewinnspielfrage zum Jubiläum:
Investieren und expandieren: Im 19. Jahrhundert werden bei Gold Ochsen wichtige Weichen gestellt.

  • Ca. 1820 Der Münchner Bierhauer Ludwig von Schwanthaler entwirft – nach einer nicht bewiesenen Überlieferung – das Wappentier für das Logo von Gold Ochsen.
  • 1877 Pläne für Bau einer Großbrauerei im Veitsbrunnenweg.
  • 1881 Drei Keller und ein Eishaus werden im Veitbrunnenweg geplant.
  • 1897 Umzug in den Veitsbrunnenweg.
  • 1898 Gold Ochsen fusioniert mit der Brauerei „Zur Breite“.
  • 1910 Elektrifizierung der Brauerei.
  • 1910 Das erste Gold Ochsen Bierbähnle fährt.

Gold Ochsen für 130.000 Gulden

Eisenbahn – Motor – Glühbirne: Im 19. Jahrhundert geht es rasant voran. Es ist die Zeit der Industrialisierung und der Wissenschaften. Entschlossene Unternehmer ergreifen die Chancen, so auch in Ulm: 1867 erwirbt der Stadtrat Michael Leibinger für 130.000 Gulden die Brauerei Gold Ochsen und übergibt sie an seine Söhne. Sie sind ein ausgezeichnetes Duo, denn Paul ist Kaufmann und August Bierbrauer. Sie legen sich ins’s Zeug, modernisieren und wachsen. Bald schon wird es im Stammareal zwischen Schelergasse, Ochsengässle und Herdbruckerstraße zu eng. Die Brüder planen eine Großbrauerei im Veitsbrunnenweg für einen Bierausstoß von 40.000 Hektoliter im Jahr.

Erfindung des Pils
Wichtige Entdeckung für alle Bierbrauer: Der Pariser Chemiker Louis Pasteur weist nach, dass zwei Hefearten beim Bierbrauen eine Rolle spielen. Er unterscheidet die obergärige von der untergärigen Hefe. Basierend auf den neuen Erkenntnissen wird in Pilsen das untergärige „Pils“ erfunden.

Gewinnspielfrage zum Jubiläum:

Konkurrenz aus Afrika

Kaum zu glauben: Im 18. Jahrhundert macht ein neues Heißgetränk dem Volksgetränk Bier plötzlich Konkurrenz. Vor einem Jahrhundert über Konstantinopel nach Europa gekommen, entwickelt sich der Kaffee immer mehr zum Statussymbol. Er ist zwar teuer, aber gerade darum begehrt. Adelige – Männer wie Frauen – veranstalten erste Kaffeekränzchen mit Kaffee, Tee, teuren Limonaden und Punsch. Bier bleibt jedoch das führende Getränk, denn es gilt als sehr nahrhaft und stärkend.

Bier: eine vielfältige Sache
Schon vor über 200 Jahren war Deutschland sehr reich an Bierspezialitäten. 1744 verfasst der Geograph Gottfried Gregorii, besser bekannt als Melissantes, ein erstes Verzeichnis über die Biervielfalt in Deutschland. 35 Spezialitäten listet er dort auf.

Gewinnspielfrage zum Jubiläum:

Besitzerwechsel bei Gold Ochsen Im 18. Jahrhundert sind folgende Inhaberwechsel überliefert.

  • 1710 Gold Ochsen wird von der Familie Schweigger übernommen. Über die Jahre ging es mit wechselnden Besitzern voran.
  • 1793 Die Ulmer Industriellenfamilie Wieland übernimmt Gold Ochsen.

Wie viel Bier für Ulm?

Im 17. Jahrhundert zählte die Stadt Ulm 17 Brauereien. Eine davon war die Brauerei Gold Ochsen, 1597 gegründet. Aber wie viele Brauereien will eine Stadt wie Ulm eigentlich haben? Soll auch Bier von anderswo verkauft werden? 1668 beschloss der Ulmer Stadtrat, gegen eine Zahlung von 3.000 Gulden keine weiteren Konzessionen zu vergeben. Fremdbier wurde ab sofort hoch besteuert. Für die Brauerei Gold Ochsen war das nur von Vorteil: Ein starkes Anwachsen der Konkurrenz vor Ort war nicht zu befürchten.

Gewinnspielfrage zum Jubiläum:

Wirtshaus und mehr

  • 1615: Der Ulmer Stadtredner erwähnt Gold Ochsen als „rechte Herberge, Brauerei und Weinwirtschaft“.

Zum Frühstück ein Bier!

Heute ist es schwer vorstellbar: Im Mittelalter und der frühen Neuzeit wurde mehr Bier als Wasser getrunken. Weil es nahrhafter war und als „flüssiges Brot“ galt. Egal ob betucht oder mit bescheidenem Lebensstil – zum Frühstück versammelte sich die ganze Familie zur Biersuppe. Welche Zutaten Bier enthalten durfte, war lange nicht geregelt. In Bayern trat 1516 das Reinheitsgebot in Kraft, das festlegte, dass ein Bier nur Wasser, Malz, Hopfen und Hefe enthalten durfte. Die anderen Länder zogen mit der Zeit nach.

Geburtsstunde von Gold Ochsen
In dieser Zeit beginnt die Geschichte der Brauerei Gold Ochsen. 1597 eröffnete der Wirt Gabriel Mayer in Ulm eine Brauerei mit Gaststätte „Zum Goldenen Ochsen“ in der Herdbruckerstraße.

Gewinnspielfrage zum Jubiläum: